radlauf

Hier ein kleiner Bericht über die Taten und Ereignisse der Feiertage. Wie jedes Jahr zu Ostern haben meine Familie und ich gebruncht und traditionell die Ostergeschenke im Garten versteckt, die anschließend von den zugehörigen Personen gefunden werden mussten. Jetzt besitze ich eine Tasche mehr, einen kleinen rosa Keramikhasen, eine Macfachzeitschrift (von meinem Bruder) und ein paar Süßigkeiten, unteranderem auch italienische…

Gegen Nachmittag habe ich mich per Deutsche Bahn zu meinem Freund aufgemacht. In Lügde findet jedes Jahr der berühmte Osterräderlauf statt. Eine uralte Tradition, die dazu noch sehr selten ist. Es werden große Holzräder mit Strohausgestopft, nach dem ein Rad fertig gestopft ist, werden drei Schüsse abgelassen. Insgesamt sind es 6 oder 7 Räder. Diese Räder werden in der Dämmerung angezündet und einen Berg hinab gestoßen. Dieser Brauch ist selten, meines Wissens gibt es dies nur ein oder zwei mal in Deutschland. Die Zahl der Besucher ist hoch und zum feierlichen Anlass gibt es ein großes Fest mit Fressbuden, Bierständen, Flohmärkten und Spielbuden von A bis Z. Sogar ein kleines Riesenrad gabs dort.

Bezüglich des österlichen Anlasses hat mein Freund mit eine Tüte gebrannte Mandeln und eine Runde Münzenschieben spendiert. Ich kannte das Münzenschieben bis jetzt noch nicht, aber es macht Spaß und ich bekomme es sogar hin. Mein Freund hat so viele Runden Münzen geschoben bis er mir ein kleinen weißen Stofftiger leisten konnte. Zum Schluss hab ich mir noch eine Zuckerwatte für ’n Euro gegönnt. Mein Freund hat mir natürlich gleich wieder Moralpredigten gehalten, wie schlecht das Zeug für die Zähne ist. Ich hatte bestimmt 3 oder 4 Jahre keine Zuckerwatte mehr, das musste mal sein :)

Am Abend sind wir mit Freunden hoch auf den Berg, um das Schauspiel des Osterräderlaufes besser betrachten zu können. Wir breiten gemütlich eine Decke auf der Wiese auf und genossen das schöne Wetter und die tolle Aussicht über die Stadt. Unten standen alle die, die zu faul waren hoch zu laufen ( naja oben war uns schon genug los). Es war gut gefüllt wie auf einem Konzert.

Gegen 21.00 Uhr ging es dann los. Das erste Rad habe ich versucht mit Digitalkamera auf zu nehmen. Es kam nicht sonderlich weit. Anschließend wurde das brennende Stroh heraus gezupft, damit das Rad nicht mit abbrennt, schließlich werden diese Räder wiederverwendet. So weit ich weiß, läuft ein Rad ca. 10 Jahre.

Nach dem alle Räder gelaufen sind, von denen es nur eins bis nach unten in die Auffanggrube geschafft hat, wurde zum krönenden Abschluss ein Feuerwerk gezündet, dass mein persönlicher Favorit ist. Ich fands schon letztes Mal traumhaft und leider kann die Qualität meiner Kamera dies nicht schön wieder geben. Ich hab auch nicht alles aufgenommen, nur ein Drittel ungefähr.

Als wir heile wieder unten angekommen waren, hatte ich einen riesen Kohldampf. Ich kaufte mir genau wie letztes Jahr ein Brötchen mit Prager Schinken. Dann wurde auf dem Markt noch mit allen geredet denen wir bekannterweise über den Weg liefen. Dort gabs auch ’ne Süßigkeitenbude, wo ich natürlich nicht dran vorbei gehen konnte. Ich holte mir noch eine Tüte gebrannte Sonnenblumenkerne und eine Schokobanane. Mein Freund nahm gebrannte Wallnüsse und Schokoerdbeeren. Mit vollem Magen kullerte ich dann auch nach einem langen Tag ins Bett…

smiler

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