Was macht man, wenn einem in einem Geschäft, dass voll ist mit Büchern, langweilig wird? Stimmt, man nimmt sich ein Buch und fängt an zu lesen.

Meine Blicke wanderten über das Bestseller-Regal und blieben an der schrillen pinken Farbe hängen. Wenn es schon unter den Bestsellern steht, muss es ja irgendwie gut sein, dachte ich mir. Obwohl ich von vielen auch schon das Gegenteil gehört hatte. Nunja, ich schnappte mir eins diese vielversprechenden Werke und begann hinter dem Kassenschalter vor mich hin zu lesen. Auf den ersten 5 Seiten erfuhr ich wie man sich am besten positioniert, um vorm Spiegel sein hinteres Loch detailliert zu betrachten, vieles über Hämorrhoiden und Zungenspiele dazu, sowie die Schmerzen einer missglückten Intimrasur und seine Folgen…

Bevor ich so eine Salbe hatte, hab ich mich im Schlaf so feste mit einem Finger am und im Poloch gekratzt, dass ich am nächsten Morgen einen kronkorkengroßen dunkelbraunen Fleck in der Unterhose hatte. So stark war der Juckreiz, so tief der Finger drin. Sag ich ja: sehr unmädchenhaft.

Wenn ich zu Hause lese, dann mit einem genüsslichen Getränk, etwas fettfreiem zum Naschen und schön eingekuschelt. Doch ich weiß wirklich nicht, ob dieses Buch ein angenehmes, anregendes Leseerlebnis sein kann. Für mich defenitiv nicht. Ich hab eine sehr ausgeprägte Fantasie und was ich mir bei diesen paar Seiten in meinem Kopf bildlich vorgestellt hatte, war wirklich unschön. Abstoßend und einfach nur grauenvoll. Und zu den Formulierungen? Die machens auch nicht schöner…

So teste ich übrigens am besten, ob es einer ernst mit mir meint: Ich fordere ihn schon bei einem der ersten Sexe zu meiner Lieblingsstellung auf: ich in Doggystellung, also auf allen vieren, Gesicht nach unten, er von hinten kommend Zunge in die Muschi, Nase in den Arsch, da muss man sich geduldig vorarbeiten, weil das Loch ja von dem Gemüse verdeckt wird. Die Stellung heißt „Mit-Dem-Gesicht-Gestopft“. Hat sich noch keiner beschwert.

Wer die ganze Leseprobe sich antuen will: Bitte.

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