Ich war mal wieder mit der Deutschen Bahn unterwegs, wie schon letztens kurz erwähnt. Und wieder sind mir viele Leute begegnet, über die ich mir Gedanken gemacht habe. Die Hinreise war eigentlich weniger spektakulär.

Ich bin um 5.44 Uhr von Hameln los, nach Gießen. In Altenbecken hatte ich 20 Minuten Pause. Es ist ein sehr einsamer, kleiner Bahnhof mit komischen Gleisbezeichnungen. Auf meinem Plan stand, ich müsse zu Gleis 22. Ich denke mir: Wow. Der muss ja groß sein, wenn der schon mindestens 22 Gleise hat! Als ich dort war gabs jedoch nur Gleis 1, 2, 21,22, 31-34. Eigenartig. Nunja es war noch früh und dort stand ein verlockender Getränkeautomat auf Gleis 22. Also gönnte ich mir einen Schluck Kakao für 0,50 €. Hinter mir zwei Frauen. Die eine viel sehr durch ihr Erscheinungsbild auf. Sie war sehr füllig und trug ein beiges Kleid was wie ein Kartoffelsack an ihr hing, darüber eine geknitterte dunkelbraune Bluse. Unter dem ‚Kleid‘ sah man dicke rosa Wollsocken und bunt bedruckte Biolatschen. Auf dem Rücken hing ein bunter Estpac, an dem mindestens 3 verschiedene bunte Stofftieranhänger baumelten. Alles zusammen: eine tötliche Mischung. Da wären wir beim Thema ‚Kleider machen Leute’…

Die nächste Begegnung war positiv. Eine Mutter mit ihrem ca. 7-8-jähriegen Sohn. Sehr nett und auch der Junge war sehr gesprächig. Die Mutter erzählte mir, dass sie ihren Jungen zu ihrem Vater bringt, der in Stuttgart arbeitet. Die Fahrt daueret für sie ca. 10 Std. für eine Strecke. Sie fährt mit ihrem Sohn nach Stuttgart, hat dort 10 Minuten Aufenthalt und fährt dann gleich wieder zurück um mit den Wochenendticket wieder nach Haus zu fahren. An einem Tag 20 Stunden im Zug…. krass.

Mehr über mein kleinen Ausflug gibt es die Tage. Sonst ist es zum einen zuviel Text und zum anderen muss ich noch ein paar Bilder zusammenstellen.

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