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Ungesagtes wird gesagt. Dieser Eintrag geht an einen besonderen Menschen, einen Menschen der mir über fast 3 Jahre sehr wichtig geworden ist. Er hat mich in vielen Dingen beeinflusst, war einer der wenigen, der dies schaffte …

Der Tag der so einiges veränderte. Ich hatte seit einigen Wochen einen eigenen Internetanschluss und genoss nun die Chatfunktion, die mir in meiner Jugend verboten wurde. Aus Langerweile betrat ich den WK-Testchat. Ich nannte mich dort Dileila. Ich stieß auf einen sympartischen Chatter, der mich durch Werbung in seinen Chat lockte. Ich zögerte nicht mich anzumelden und chattete noch eine Weile mit ihm. Ich bekam einige falsche Eindrücke, aber eins zeigte sich von Anfang an: Er war sehr nett. Nach ein paar Wochen chatten waren die falschen Eindrücke geklärt. Zwei Monate später, kam er plötzlich in den Chat und meinte ob wir telefonieren könnten, da er jemanden zum Reden brauche. Mein Vertrauen in die Internetwelt war noch geringfügig, doch ich wollte ihm zuhören. Wir skypten. Er war neu für mich. Mir viel schnell auf, das er oft zwischendurch kurz lachte. Ich war schüchtern, aber das schien ihn nicht zu stören. Er gewann schnell mein Vertrauen. Wir unterhielten uns viel und er wurde mir immer sympartischer. Wir nannten uns ‚Süße‘ und ‚Süßer‘, ‚Schatz‘ und jucksten rum. Ich gab ihm meine Telefonnummer und meine Adresse, ich vertraute ihm. Er war immer für mich da, wenn ich jemanden brauchte. Genauso versuchte ich für ihn dazu sein. Ich hatte oft Stress daheim, doch er schaffte es immer durch seine Witze und seine freundliche Art, mich zum lächeln zu bringen. Ja, da warst es der mir Kraft gab, der mit Mut gab, das aus zu mir zu machen was ich jetzt bin. Ich wurde selbstbewusster. Wir trafen uns zum ersten Mal im April 2006. Du warst genauso wie ich mich dich vorgestellt hatte. Ich hatte keine Angst zu dir zu fahren, erst als ich in deine Straße einbog, bekam ich ein leicht flaues Gefühl im Magen. Aber meine Zweifel waren unbegründet. Du zeigtest mir vieles Neues. Du fragtest warum ich zitterte. Ich behauptete, mir wäre kalt. Mir war nicht kalt, ich hatte Angst. Ich genoss diese Tage. Als ich nach Hause fuhr, war ich verwirrt. Ich wusste nicht mit der neuen Situation um zu gehen. Ich interpretierte wieder falsch. Es tat weh. Ich merkte nur wie der Kontakt nach ließ, dein Interesse schwand. Doch ich wollte noch immer mehr. Ich wünschte mir die Beziehung vor unserem treffen wieder, doch es schien aussichtslos. Ich freute mich über jede nette Geste die du mir entgegenbrachtest und sah nach vorn. Ich wollte für diese Freundschaft kämpfen, denn sie hat mir sehr viel bedeutet, du hast mir viel bedeutet. Auch wenn es mich oft wie ein Schlag ins Gesicht traf, ich wollte dich nie aufgeben, ich konnte nicht. Ein Jahr vertrich schnell. Ich wollte dich unbedingt wieder sehen. Auch wenn du noch immer Abneigung zeigtest, ich beschloss in deine Stadt zu reisen. Du warst wie immer, freundlich und liebenswürdig. Ich freute mich, dass das Treffen so toll verlaufen war, das fand ich zumindest… Unser Kontakt verbesserte sich und ich war glücklich. Wir redeten wieder mehr und du wurdest offener. Ich genoss die Unterhaltungen mit dir. Wir planten einen gemeinsamen Urlaub. Und wieder freute ich mich riesig, dich endlich wieder zusehen. Wir hatten kurz davor sehr oft und häufig Stress, ich hatte Angst du wolltest mich ’sitzen‘ lassen. Ich zweifelte, dass du die Freundschaft genauso ernst nahmst wie ich und daran, ob nicht noch ein paar alte Gefühle da waren. Ich fuhr zu dir. Wieder hatten wir Spaß. Auf dem TT wurden wir mehrfach für ein Paar gehalten. Ich fand es lustig. Und war stolz und glücklich als du sagtest, das wir sehr gute Freunde waren. Auch wenn der Urlaub unerwartet früh endete, hatte ich wieder die Zeit mit dir sehr genossen. Und ich war froh, dass sich nach diesem Treffen, nichts an unsere Beziehung zu einander änderte, wir waren immer noch gut im Kontakt. Nach den Ferien began für dich dein Praktikum und du hattest weniger Zeit. Ich fand jemanden, dem ich sehr viel Aufmerksamkeit schenkte und diesen ich lieben lernte. Damals dachte ich, ich würde nie über die alten Gefühle hinweg kommen, doch es viel mir verwunderlich leicht. Ich begriff, dass ich dich seit sehr langer Zeit zum ersten Mal als ’nur‘ ein guten Freund betrachtete. Ich war froh. Ich hatte ab und zu ein schlechtes Gewissen, dass ich dir weniger Zeit als zuvor schenkte und merkte das der Kontakt etwas nach ließ. Ich war etwas hin und her gezogen, doch trotz dessen, denke ich wir haben uns noch immer gut verstanden. Du plantest, mich zu besuchen. Es war für mich eine Bestätigung, dass dir unsere Freundschaft etwas bedeutet. Als ich dein Auto, die Straße lang fahren sah, machte mein Herz einen Satz nach vorn. Ich war so glücklich. Wir redeten bis tief in die Nacht über alles und jeden. Es machte mich glücklich, dass du mir so viel Vertrauen entgegen gebracht hast. Doch Tage später gerieten wir sehr stark aneinander. Ich verstand nicht, warum du dir soviel Schmerz zufügen ließ ohne dagegen anzukämpfen. Ich sah dich in der vergangen Zeit so oft verletzt und am Boden zerstört. Ich fühlte mit dir. Doch du wolltest keinen anderen Weg einschlagen, du gingst auf Messerklingen weiter. Ich hatte mir damals geschworen, dich nie im Stich zu lassen, dir nie von der Seite zu weichen. Ich bin zu schwach, dir diesen Weg zu folgen. Ich wusste nicht wohin mit meinen Zweifeln. Ich war wütend und gleichzeitig verletzt. Ich reagierte über, das geb ich zu. Und ich frage mich noch jetzt, ob es die richtige Entscheidung war. Ich wünschte, ich könne die Zeit zurückdrehen. Ich versuchte, mit dir darüber zu reden, doch du wusstest nicht was du sagen solltest. Das tat weh. Ist es dir so egal? Wenn du kampflos aufgibst, lohnt es sich wenn einer allein weiterkämpft? Ich befürchte, die Stärke besitze ich nicht, mein Freund. Es tut mir Leid….

Über niemanden habe ich so viel nachgedacht, wie über dich. Ich frage mich, ob dies überhaupt irgendwann ein Ende nimmt. Doch eins steht fest: Ich werde dich nie vergessen. Du hast mir Kraft gegeben, mir neue Wege gezeigt und, und, und…. Es ist noch vieles ungesagt, doch ich will dir für all das, was wir gemeinsam erlebt und durchgestanden haben, danken. Ich habe die Zeit mit dir genossen und all die Höhen und Tiefen, die wir gemeinsam durchstanden haben, auch.

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